Selbstvertrauen

Mehr Selbstvertrauen | Selbstreflektion & Umsetzung

Wir drücken uns oft durch materielle Dinge aus, wie z.B. durch unsere Kleidung oder unser Aussehen. Das ist das, was man auf den ersten Blick bemerkt, die Hülle von unserem Selbstvertrauen. Das wirklich Entscheidende ist jedoch unser Auftreten, unsere Aura, unsere Worte & natürlich unsere Taten. Sie zeigen das Innere, den ehrlichen & nackten Teil unseres Selbstwertgefühls. Es ist es sehr interessant, dass vielen Menschen der “unwichtige” Teil schwerer fällt & sie sich von den äusseren & sichtbaren Merkmalen verunsichert fühlen. Ich kenne dieses Gefühl natürlich auch, denn ich z.B. hätte dieses Bikini früher niemals angezogen. Selbstbewusstsein beginnt im Inneren & nicht, wie viele vermuten, im äusseren. Doch wie werde ich denn nun selbstbewusster?

Selbstvertrauen
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Was ist Selbstvertrauen überhaupt?

Laut Wikipedia bedeutet Selbstvertrauen “Vertrauen in die eigenen Kräfte & Fähigkeiten”. Es ist eure innere Kraft, euer Selbstwertgefühl & eure Selbstsicherheit & hat – was gerne verwechselt wird – nichts mit Überheblichkeit oder Arroganz zu tun. Selbstvertrauen kann existieren, ohne dass man jemand anderen schlechter machen muss. Aus dem, was ihr von euch selbst haltet & wie ihr euch selbst seht, kann schliesslich wenig oder viel Selbstvertrauen entstehen. Selbstvertrauen ist positive Energie, die ihr euch selbst aneignen müsst. Wie ihr positive Energie erschafft, habe ich euch ja bereits in einem anderen Post erklärt.

1. Selbstreflektion

Bevor ihr an eurem Selbstbewusstsein arbeiten könnt, müsst ihr die “Ursachen” für eure Unzufriedenheiten & Unsicherheiten finden. Sie sind nichts Aussergewöhnliches, jeder von uns besitzt sie – weil sie menschlich sind. Es ist nur von Bedeutung, was wir daraus machen & wie wir damit umgehen wollen. Das macht uns aus & formt unseren Charakter. Ihr könnt diese Ursache z.B. in einzelne Fragen unterteilen, die ihr dann Schritt für Schritt abarbeitet:

  • Was ist die Ursache?
  • Warum ist die Ursache vorhanden?
  • Wer ist für die Ursache verantwortlich?
  • Wie kann die Ursache behoben werden?

Diese Fragen werden euch dabei helfen, euch selbst & eure Wahrnehmung besser kennenzulernen. Sobald ihr alle Fragen beantwortet habt, könnt ihr anfangen eure Ursache zu beseitigen. Sie ist negative Energie, die sich in eurem Inneren eingenistet hat & sich immer weiter ausbreiten wird, wenn ihr euch diesem “Kampf” nicht stellt. Es gibt viele verschiedene Faktoren, die ein geringes Selbstvertrauen auslösen können oder dafür verantwortlich sind. Der Verletzungsgrad ist davon abhängig, von wem diese Faktoren ausgehen – was uns bereits zu Schritt 2 bringt.

2. Die äusseren Wahrnehmungen

Es ist normal, dass wir uns selbst immer anders wahrnehmen. Darum ist es auch schwierig ein stabiles Selbstvertrauen aufzubauen & aufrecht zu erhalten. Wir lassen uns von anderen Menschen bewerten, verurteilen & schubladisieren, was unser Selbstvertrauen durchaus beeinflussen kann. Das Selbstvertrauen eines anderen kann nicht genau ermittelt werden, wir müssen also mit dem arbeiten, was uns diese Person offenlegt. Nicht jeder möchte oder kann mit seinen Unsicherheiten umgehen. Ihr müsst lernen, Selbtvertrauen selbst zu erlangen – nur dann bleibt sie bestehen. Euer Umfeld kann euch eigentlich nur dabei helfen, eure Seiten & Eigenschaften aufzudecken & bewusst wahrzunehmen – das Umsetzen liegt bei euch. Ich unterteile diese verschiedenen Wahrnehmungen gerne in:

  • Plus & Minus
  • Plus & Plus
  • Minus & Minus

Plus & Minus

Der Plus-Mensch besitzt selbst nicht viel Selbstvertrauen & möchte seine Unzufriedenheit & Unsicherheit überspielen, indem er das Selbstvertrauen von jemand anderem (einem Minus-Menschen) schwächt. Das Selbstvertrauen des Minus-Menschen war bereits vorher gering, was ihn zu einem einfachen Opfer macht, da er sich sehr wenig zutraut. Das Selbstvertrauen des Plus-Menschen steigt durch diese Aktion, er fühlt sich überlegen & “wichtiger” als der Minus-Mensch. Er erstellt negative Energie, die bei ihm für eine kurze Zeit ein positives Gefühl hinterlässt. Der Minus-Mensch fühlt sich dann in seiner eigenen Wahrnehmung bestätigt, weil der Plus-Mensch selbstbewusster & stärker wirkt. Ironischerweise haben beide Seiten ein geringes Selbstwertgefühl. Der einzige Unterschied: Der Plus-Mensch versteckt es & der Minus-Mensch zeigt es.

Plus & Plus

In diesem Fall haben wir zwei Plus-Menschen, die jeweils das Selbstvertrauen des anderen schwächen um das eigene aufzuladen. Wir finden also hier den grössten Anteil an negativer Energie, weil sie von beiden Seiten abstrahlt. Anders als beim Minus-Menschen, überspielen hier beide Seiten ihre Unsicherheit. Sie verfügen also über wenig Selbstvertrauen, da sie sonst nicht dazu gezwungen wären, das Gegenüber kleiner zu machen. Hätten nämlich beide ein gesundes Selbstbewusstsein, müssten sie sich nicht über andere Menschen stellen um grösser zu wirken. Plus-Menschen sind innerlich übrigens oft unsicherer als Minus-Menschen, weil sie keine Selbstreflektion betreiben, um ihr Bewusstsein eigenhändig aufzubauen. Plus-Menschen bilden auch eher instabile Gemeinschaften, da jeder von ihnen versucht, die eigenen Unsicherheiten vor den anderen zu verstecken. Keiner will “der Schwache” in der Gruppe sein, aber jeder will als der “der Stärkste” angesehen werden. Viele wollen nur mit Plus-Menschen befreundet sein, weil sie Angst vor ihnen haben.

Minus & Minus

In diesem Fall sind keine Konflikte vorhanden. Minus-Menschen wissen, dass sie nicht so selbstbewusst sind wie andere & befinden sich deshalb nur ungern in Streitsituationen oder Auseinandersetzungen. Doch anders als bei den Plus-Menschen, besteht hier eine grössere Wahrscheinlichkeit, dass sie sich zusammentun & füreinander einstehen, da sie sich nicht gegenseitig übertrumpfen wollen. Sie gehen nicht auf Angriff, sondern stärken ihr Schutzschild. Minus-Menschen sind untereinander sehr offen & empfinden Unterstützung für jeden einzelnen, weil sie den anderen gut verstehen können. Sie entwickeln schneller ein Gemeinschaftsgefühl & können in der Gruppe auch sehr stark & selbstbewusst werden. Dadurch ist aber die Gefahr grösser, dass sie ihr Selbstbewusstsein von anderen aufbauen lassen & es somit auch wieder schneller verlieren können, wenn sich die Verhältnisse & Beziehungen ändern. Eine weitere Möglichkeit wäre, dass sie sich plötzlich zu Plus-Menschen entwickeln, weil diese in der Gesellschaft mehr “respektiert” werden.

4. Die eigene Wahrnehmung

Abgesehen von den äusseren Faktoren, spielt die eigene Wahrnehmung die grösste & effektivste Rolle. Die Unterstützung von aussen ist, wie bereits oben im Text erläutert, nur zweitrangig. Aufmunternde Worte können noch so stark & ehrlich sein, solange ihr diese Worte selbst nicht glaubt sind sie wertlos. Ihr gebt ihnen die Bedeutung & nicht derjenige, der sie ausspricht. Ihr freut euch zwar darüber, aber betrachtet es vielleicht eher als Übertreibung oder sogar als Lüge. Für Freunde & Familie kann eine solche Situation sehr schwierig sein. Sie sehen dich schliesslich anders als du dich selbst. Man muss sich zuerst überlegen, wie man überhaupt wahrgenommen werden möchte & setzt sich das dann als Ziel. Menschen, die wissen wer sie sind, was sie können & was sie wollen (Selbstreflektion) sind auch automatisch selbstbewusst. Sie sind auf niemand anderen angewiesen & brauchen auch keine positive Energie aus ihrem Umfeld. Sie lassen sich nicht verunsichern, weil sie ihr Ziel klar vor Augen haben. Deshalb müsst ihr euch folgende Fragen stellen:

  • Bin ich zurzeit ein Plus-Mensch oder ein Minus-Mensch?
  • Was kann ich?
  • Was will ich?
  • Wer will ich sein?

Der grösste Fehler…

…ist es, wenn ihr euch selbst in eine Opfer-Rolle steckt. Minus-Menschen sind besonders anfällig für diese Methode. Menschen mit einer Opfer-Rolle machen das bewusst & gerne, um mehr Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Sie profitieren von der positiven Energie (z.B. Komplimente, Mitleid & Freundschaft) anderer, weil sie zu “faul” sind, diese Energie selbst zu produzieren. Sie wissen ganz genau wer sie sind & wie wundervoll sie sind, möchten das aber immer wieder bestätigt haben. Das eigene Wissen & die eigene Erkenntnis reichen ihnen nicht. Damit sie in der Opfer-Rolle bleiben können, nehmen sie auch keine Tipps oder Verbesserungsvorschläge an – sie wollen sich ja nicht besser fühlen, sie wollen bloss die Rolle weiterspielen. Sobald sich nämlich etwas verbessern würde, verschwindet die gewünschte Aufmerksamkeit wieder. Ich persönlich halte überhaupt nichts von solchen Menschen oder von der Opfer-Rolle an sich. Es ist die einfachste Lösung, um das Selbstvertrauen ohne eigene Arbeit zu steigern. Leider führt sie sehr schnell zu Einsamkeit oder Ablehnung, was ironischerweise wieder Selbstvertrauen entzieht. Aber es ist wahr: Alles ist einfacher als Selbstreflektion.

5. Selbstvertrauen einsetzen

Wenn ihr ein stabiles Selbstvertrauen erlangt habt, solltet ihr es für euch selbst – aber auch für eure Mitmenschen einsetzen. Minus-Menschen wissen grösstenteils gar nicht, was alles in ihnen steckt, weil sie sich nicht vieles zutrauen. Macht ihnen Mut & helft ihnen dabei, die eigene Schönheit zu entdecken. Bei den Plus-Menschen hingegen ist viel Einfühlungsvermögen gefragt, weil sie ihre Unsicherheiten nur ungern zugeben. Tiefgründige Gespräche & eine stabile Vertrauensbasis eignen sich perfekt, um die harte Schale aufzubrechen & den Plus-Menschen klarzumachen, dass das Erkennen von den eigenen Schwächen die grösste Stärke ist. Ihr könnt damit echt viel Gutes erreichen! 🙂

Selbstvertrauen hat kein Rezept!

Bei Selbstvertrauen geht es nicht darum, etwas zu tun was andere nicht tun würden. Es geht darum, mit sich selbst im Reinen zu sein ohne andere unterdrücken zu müssen. Es geht auch absolut nicht darum, ob man sich jetzt als Plus- oder Minus-Mensch sieht, aber es hilft bei der Selbstreflektion. Menschen mit wenig Selbstvertrauen sind nicht automatisch schlechtere Menschen – es fällt ihnen bloss schwerer, die eigenen Unsicherheiten zu erkennen & zu beseitigen. Sie sind den Plus-Menschen jedoch einen Schritt voraus, weil sie sich bereits mit dem Thema Selbstreflektion auseinandergesetzt haben.

Der erste Schritt besteht darin, es sich selbst einzugestehen & erst dann ist es möglich, das auch so in der Öffentlichkeit auszuleben & seinen eigenen Wert zu kennen. Viele Menschen, Plus- & Minus-Menschen, scheitern an einem der beiden Schritte & aus diesem Grund fällt es ihnen auch schwerer als anderen, ihr Selbstbewusstsein alleine weiterzuentwickeln. Jeder kann selbstbewusst sein & jeder ist es auf seine ganz eigene Art & Weise. Ihr müsst nicht Selbstvertrauen haben, um andere davon zu überzeugen, sondern um das Beste aus euch selbst rauszuholen. Wenn ihr euer Selbstvertrauen selbst ausweitet bleibt es bestehen & ihr könnt immer wieder darauf aufbauen & euch weiterentwickeln. Ihr habt es erschaffen & ihr kontrolliert es – ganz egal, ob ihr mit Plus-Menschen oder Minus-Menschen zu tun habt.

Bezeichnet ihr euch als selbstbewusst?


Ich hoffe, der Beitrag hat euch gefallen!

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